Super hilfreiche Taschen und Rucksäcke für den Service-Laptop
Viele Servicetechniker kennen das Problem: Wie transportiere ich meinen Firmenrechner sicher und bequem? Und dann ist da ja nicht nur der Laptop selbst, sondern auch das ganze Zubehör, Kabel, Adapter, Netzteil, das ebenso sicher und bequem mit muss. Für meine Arbeit im Field Service nutze ich einen 17-Zoll-Rechner, und der ist schon ziemlich groß und ziemlich schwer. Wer einen kleineren Laptop hat, setzt vielleicht andere Prioritäten, aber im Grunde steht jeder vor derselben Frage.
Ich habe über die Jahre einiges ausprobiert, um meine Sachen von A nach B zu bekommen, und jede Variante hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Am Ende muss ohnehin jeder selbst herausfinden, was für ihn am besten passt und am bequemsten ist. Hier sind meine Erfahrungen mit den vier Varianten, die ich getestet habe:
- Laptopkoffer
- Laptoptasche
- Laptoprucksack
- Kabeltasche
Der Laptopkoffer
Der Koffer für den Firmenlaptop war die erste Variante, die ich getestet habe. Dabei gibt es zwei große Unterschiede, auf die ich kurz eingehen will, denn die Größe des Geräts spielt hier eine entscheidende Rolle.
Tragekoffer für Geräte bis 15,4″
Ein leichter Alukoffer, wie man ihn aus zahlreichen Filmen kennt, bietet einen sehr guten Schutz für das Gerät. Ein weiterer Vorteil: Viele dieser Koffer haben gleich die passenden Fächer für Schreibutensilien und Vordrucke, sodass man quasi immer eine kleine mobile Workstation dabeihat.
Für mich ist der Tragekoffer trotzdem schnell durchgefallen, weil mir zwei Dinge extrem wichtig sind: Mobilität und Platzangebot. Diese Koffervariante ist auf 15,4-Zoll-Geräte beschränkt, und da ich ein 17-Zoll-Gerät nutze, ist das schon das erste K.-o.-Kriterium. Dazu kommt: Der Koffer wird die meiste Zeit am Griff getragen, was meine Flexibilität stark einschränkt. Auch deshalb ist diese Variante bei mir durchgefallen.
Trotz dieser für mich negativen Eigenschaften kann so ein Koffer für andere ein wertvoller Begleiter sein. Wenn ich an meine Kollegen im Field Service denke, die andere Anforderungen haben, kann der Alukoffer für sie durchaus eine echte Bereicherung sein.
Tragekoffer für Geräte ab 15,4″
Diese Koffervariante bietet grundsätzlich dieselben Eigenschaften wie der kleine Bruder. Allerdings gibt es sie meist schon in einer Größe, die auch Platz für Zubehör wie Kabel, Adapter und Bediengeräte lässt. Eine Version mit Rollen habe ich hier leider nie gefunden, aber dazu gleich mehr im Kapitel Laptoptasche. Oft gibt es diese Koffer aber immerhin mit einem Trageriemen für die Schulter, was den Transport schon deutlich leichter und flexibler macht.
Die Laptoptasche
Bei der Laptoptasche möchte ich zwei Kategorien unterscheiden: die klassische Tasche, wie man sie überall findet, und den Pilotenkoffer bzw. Hardcase. Mit dem Pilotenkoffer habe ich selbst keine direkte Erfahrung, aber ein Kollege hat mir seine geschildert, und die gebe ich hier gerne weiter.
Laptoptasche / Softbag
Das war meine erste Erfahrung mit dem Transport meines Laptops. Viele von euch kennen diese klassischen schwarzen Umhänge- bzw. Tragetaschen. Die extrem flexible Aufmachung finde ich nach wie vor praktisch: sehr geringes Eigengewicht, je nach Ausführung Platz für sämtliches Zubehör, und man kann sie einfach über der Schulter tragen, was im Transport sehr flexibel ist.
Leider, leider ist der Schutz für das Gerät mangelhaft. Ich hatte dadurch schon mehrfach defekte Displays und angeschlagene Ecken an meinen Geräten, und musste mir irgendwann eine andere Lösung für dieses Problem suchen. Dazu gleich mehr.
Trotzdem gebe ich eine klare Kaufempfehlung für alle im Field Service, die ihr Gerät nur über kurze Strecken transportieren müssen. Dafür gibt es aus meiner Sicht keine bessere Lösung.
Pilotenkoffer / Hardcase
Wie gesagt, hier kann ich keine persönliche Erfahrung liefern, sondern gebe die Erfahrung eines Kollegen weiter, den ich dazu befragt habe. Im Großen und Ganzen ist der Pilotenkoffer die XXL-Version des Alukoffers. Die Größe erlaubt es, jede Menge Zubehör und sonstige Dinge unterzubringen. Ein weiterer Vorteil ist die Stabilität: Egal ob man den klassischen Lederkoffer oder die moderne Alu-Version bevorzugt, beide bieten einen sehr guten Schutz für den kleinen Helfer. Auch die Flexibilität im Transport hat meinen Kollegen beeindruckt, da diese Koffer oft kleine Rollen haben und sich damit hinter sich herziehen lassen.
Diese Variante hätte mich fast überzeugt, wenn da nicht das relativ hohe Eigengewicht wäre. Bei Flugreisen kann das schnell problematisch werden, weil Handgepäckgrößen und -gewichte überschritten werden. Für Reisen mit dem Auto wäre er trotzdem die ideale Lösung, deshalb ist die Idee bei mir im Hinterkopf geblieben, auch wenn ich mir bis heute noch keinen zugelegt habe.
Der Laptoprucksack
Aus meiner Sicht ist das die ultimative Lösung. Nichts war bisher so flexibel und komfortabel wie der Rucksack. Die Anzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, um seine Sachen zu verstauen, scheint endlos: viele Taschen und Fächer für viele verschiedene Dinge, und alles gut sortiert. Von der Trinkflasche bis zum Kabel hat einfach alles seinen Platz. Auch die Organisation lässt sich super gestalten, sodass man alles gleich wiederfindet und bei Bedarf griffbereit hat.
Der Hauptgrund, warum ich mich immer wieder für den Rucksack entscheiden würde, ist aber der gigantische Tragekomfort. Alle Sachen sitzen sicher und bequem auf dem Rücken, und weil sie dort transportiert werden, hat man beide Hände frei. Das ist für mich der größte Vorteil und auch der höchste Komfort. Zugegeben, manchmal ist es trotzdem lästig, wenn man wie ich ein 17-Zoll-Gerät herumtragen muss. Für solche Fälle ist ein Koffer zum Ziehen tatsächlich besser geeignet. Aber auch dafür gibt es eine Lösung.
Der kombinierte Rucksack. Ein Rucksack mit herausziehbarem Griff und Rollen. So kann man je nach Situation wählen, was gerade praktischer ist: Beim Warten in der Schlange oder an der Anmeldung, wo man freie Hände braucht, nutze ich die Tragevariante. Bei langen Wartezeiten und längeren Transportwegen greife ich dagegen immer zur Zugvariante.
Die Kabel- und Zubehörtasche
Als kleines Extra empfehle ich eine kleine Tasche oder einen Organizer für Kabel, Maus, USB-Sticks und sonstiges Zubehör. Ich persönlich mag es, wenn alles saubere und ordentlich verstaut ist. Es nervt mich, wenn ich Kleinteile wie USB-Sticks nicht sofort griffbereit habe oder sich ein Kabelsalat bildet. Genau dafür nutze ich eine passende Tasche, um solche Dinge ordentlich zu verstauen.
Fazit
Jeder hat andere Bedürfnisse, und am Ende muss jeder selbst herausfinden, was für ihn am besten funktioniert. Für mich hat sich bei Flug- und Bahnreisen die Rucksackvariante ganz klar durchgesetzt, die Vorteile liegen für mich einfach auf der Hand: freie Hände, hoher Tragekomfort und genug Platz für alles, was ich brauche.
Aber ich bin ja nicht nur mit Bahn und Flugzeug unterwegs, sondern auch viel mit dem Dienstwagen. Für diese Reiseart schwebt mir noch ein Pilotenkoffer als Ergänzung vor, nicht als Ersatz für den Rucksack. Angeschafft habe ich ihn mir bis heute nicht, aber die Idee ist noch nicht vom Tisch.
Wer noch ganz am Anfang seiner Entscheidung steht, dem kann ich einen klaren Tipp geben: Kauft euch einen Rucksack mit Griff und Rollen. Damit habt ihr die Flexibilität für beide Situationen und müsst euch später nicht zwischen zwei Anschaffungen entscheiden. Und egal, für welche Hauptlösung ihr euch entscheidet: Eine ordentliche Kabel- und Zubehörtasche gehört für mich einfach immer mit dazu.